Die Slapstickszenen sind mir etwas zu albern (etwa die italienische Oma), halten sich aber zum Glück in Grenzen. Der Mörder ist ziemlich gut, die Mittäterin schon deutlich schwächer. Die Hippiefreunde des Opfers finde ich doch eher nervig. Die Idee mit den Blendenzahlen als Gewinnzahlen ist klasse, ebenso die Schlussauflösung mit dem Fingerabdruck. Columbo ist auch wieder herrlich nervig. Und köstlich, wie er die Mittäterin ganz am Ende noch ins Messer rennen lässt. Die Szene mit der Auktion sieht mal wieder stark von Hitchcock inspiriert aus (Der unsichtbare dritte). Alles in allem eine ganz ordentliche Folge.
Aus welchem Grund fahren die beiden Studenten nach dem Mord die Waffe noch tagelang eingebaut unter der Motorhaube des Jeeps spazieren? Die Waffe schnellstens auszubauen und so die wichtigste Spur umgehend zu verwischen, wäre (für mich) das Naheliegendste gewesen. Wenn diese Folge einen Logik-Schwachpunkt hat, dann diesen.
...und übrigens war auch in dieser Folge wieder der rote Hyundai Pony mit dabei, der immer \"ganz zufällig\" in jeder Columbo-Folge seit Mitte der 80er auftaucht. Versteckte Werbung fürn koreanischen Reiskocher bei Columbo ;-)
Diese Folge ist viel besser als ihr Ruf. Die vielen Absurditäten haben sicher mit Regisseur Patrick McGoohan zu tun, der offensichtlich eine Leidenschaft für Skuriles hat. Es gibt sehr viele subtil witzige Szenen, die ich an der Serie liebe.
Für mich eine absolute Top-Folge. Die Geschichte hat interessante Wendungen. Columbo manipuliert Tommy Brown äußerst geschickt und lockt in schließlich in die Falle.