Ich möchte anmerken das ich diese folge zu den sehr schwachen Zählen würde. Alex lässt das spätere Opfer alleine in seiner Unterkunft zurück. dieser hat mit Sicherheit etliche Fingerabdrücke auf diversen Gegenständen und möbeln hinterlassen. Man sieht zwar kurz das er in das Jahrbuch das ticket hinterlegt hat( was ja später auch ein wertvolles Corpus Delicti ist). Aber Alex ist ja stundenlang weg. Ich glaube kaum das Leonard dann nur wartend auf die Rückkehr von Alex seelenruhig bei der Bar gesessen ist und hat an seinem Milchshake herumgezuzzelt
Psychologisch ist der Mord sehr gut motiviert, wenn auch natürlich der Tod des Opfers eine zu harte Strafe für die Demütigung ist, die es der Täterin zugefügt hat. Der Mord ist auch recht clever ausgeführt, aber die Lektüre von Agatha Christie hat die Täterin doch nicht genügend auf die modernen Polizeimethoden vorbereitet.
Das nochmalige Auftreten von Lisa mit Nachrichten für Columbo ist seitens der Täterin höchst unvernünftig, denn wenn er noch nicht wusste, wer sie war, war ihr Wissen über ihn ein Wink mit dem Zaunpfahl. Vermutlich ahnte sie da aber schon, dass er sie auf jeden Fall erwischen wird, und veranstaltete das Ganze nur, weil die Rolle der Lisa sie anzog.
Ähnlich wie schon in "Wenn der Schein trügt" gibt es hier ein Killerindiz, das den möglichen Täterkreis massiv einengt, so dass Columbo sehr früh Bescheid weiß und nur noch nach Beweisen suchen muss. Dort war es die Tatsache, dass ein ziemlich sicheres Türschloss mit einfachen Instrumenten geöffnet worden war, wozu niemand außer dem "Magier" in der Lage sein konnte, hier die Feststellung, dass nur die Täterin die Tür zum Beischlafzimmer aufgeschlossen haben konnte, weil David Kincaid seine Schlüssel im Auto gelassen hatte. Das schränkte die Auswahl auf Joan Allenby und ihre Sekretärin Cindy ein, was für Columbo relativ schnell geklärt haben dürfte, wer die Täterin war.
Diese Folge ist in mancher Hinsicht erfrischend anders als andere. Insofern keineswegs eine schlechte Geschichte oder mangelndes Verständnis von Columbo! Wenn die Mörder immer überheblich und unsympathisch wären, käme Columbos Vielseitigkeit überhaupt nicht zur Geltung. Die witzigen Elemente dieser Folge resultieren weniger aus Columbos scheinbarer Tollpatschigkeit als aus seiner Verlegenheit, wenn er mit dem Thema sexuelle Freizügigkeit konfrontiert wird, und andererseits aus seiner Fähigkeit, philosophische Tautologien von sich zu geben, die von seinen Gesprächspartnern als tiefsinnige psychologische Erkenntnisse gesehen werden.
@krensak Geht mir genauso. Ich wüsste gern, welcher Algorithmus offenbar bestimmte Worte nicht durchgehen lässt. Es kann manchmal helfen, Teile des Kommentars umzuschreiben, den Kommentar zu kürzen oder den Eintrag in mehrere Kommentare aufzusplitten.