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Filmfehler (oder wenigstens seltsames Timing): Columbo wird von seinem Chili-Koch gebeichtet, dass dieser nichts wegwerfen kann (die offensichtlich in US-Chili-Buden auf dem Tresen üblichen Weltkriegshelme). Dadurch kriegt Columbo einen seiner üblichen Geistesblitze, stürmt ans Telefon und ruft die Zeugin an, sie solle eiligst zur Ausstellung des Kriegshelden/Mörders kommen. Dort geht die Handlung dann umgehend weiter, Columbo kaut der Zeugin nochmal das Ohr ab und schliesslich taucht auch der General auf. Columbo konfrontiert ihn mit seiner Idee, dass die legendäre Waffe in der Ausstellung nicht, wie dieser behauptet, ein Duplikat sei, sondern das Original und damit die Mordwaffe. Der General sagt zerknirscht: "Ich nehme an, die ballistische Untersuchung hat bereits stattgefunden." Columbo nickt bejahend - nur wann fand die eigentlich statt? Ist ihm die Erleuchtung, denn nicht gerade kurz vorher erst beim Chili-Essen gekommen, von wo aus er sofort in die Ausstellung wollte?
Abgesehen davon finde ich das insgesamt auch eine schwache Folge, zuviel Fokus auf der Liebesgeschichte, Columbo ist fast zur Nebenfigur degradiert. Auch die Darstellung der Zeugin, die den Mord so genau gesehen hat, dass sie sich an Details wie die Kleidung der beiden erinnern kann und sich dann von dem John-Wayne-Typ so einseifen lässt, dass sie ihrer eigenen Wahrnehmung nicht mehr glaubt. Die Charakterzeichnung der Zeugin und die Zweifel an ihrer eigenen Aussage hätten ja gut in einem konventionellen Krimi funktioniert, wo auch der Zuschauer nicht weiss, wer der Mörder ist. Dann wäre das ein Spannungselement: Hatte sie recht oder nicht? Aber doch bitte keine so plumpe Story in einem Columbo-Film! |