Zu den vorangegangenen Kommentaren: der 1. Mord war keiner, sondern Notwehr. Es ging auch nicht darum, die Täterschaft zu vertuschen, sondern die Liebschaft zur Patientin und die Tests mit Drogen. Deshalb konnte er es nicht zugeben. Das 2. war Mord. Es war kaltblütig und berechnend.
Im Original ist niemand im Bild als das gesagt wird. Die Synchronisation erlaubt sich öfter solche Zutaten, um einen Film etwas prägnanter und lustiger zu gestalten. Wahrscheinlich wurde dieser Satz frei erfunden.
@rekath16 "Tödliche Liebe" steht bei mir aktuell auf Rang 66, ist also die viertschwächste Folge. Der Mörder ist ein Wichtigtuer, der Mordplan umständlich. Wie konnte Creighton sich sicher sein, dass tatsächlich die vergiftete oberste Flasche genommen werden würde, und dass Neddy genug davon trinken würde, um bewusstlos zu werden? Es gibt keinen Grund, den Mord nicht zu zeigen; mich stört, dass er "rausgeschnitten" wurde. Das Alibi (blind, ohne Sehschlitze in der Maske ohne erkennbaren Sinn dahinter im Straßenverkehr herum zu rasen) sprengt die Grenzen der Glaubwürdigkeit. Das erste Verdachtsmoment mit den Champagnerkorken ergibt für mich nach 26 Jahren noch immer keinen Sinn. Wie Columbo auf den Privatdetektiven kommt, hab ich mich auch immer gefragt. Steht in ganz L.A. nur ein einziger Beerenbaum? Woher kennt Columbo alle Bäume der Stadt? Immerhin ist der Rocksong "Closer Closer Your Lips to Mine" dufte.
Das ist eine meiner Lieblingsfolgen. Daß die Dame umgelegt wird ist nachvollziehbar.
Meinen Segen hat er dafür.
Allerdings der 2. Mord ist nicht ok.
Der Zweck heiligt nicht die Mittel
Der Mord ist genial. Spannend geplant, spannend durchgeführt, eiskalt.
Mordmotiv war, dass Marcy Creighton heiraten wollte (um damit die Hälfte des Besitzes an sich zu reißen). Dumm nur, dass nur kurze Zeit danach dessen Assistentin dasselbe fordert und dann aber damit durchkommt. Das ist irgendwie schade und lässt den Mord sinnlos erscheinen.
Leider wirkt die Deduktion auch wieder sehr gezwungen (Korken). Woher kennt Columbo Creightons Privatdetektiv? Warum fährt Creightons Assistentin ohne das zu hinterfragen zur Tatzeit mit einer Maske des Mörders in eine Radarfalle rein? Das hätte er auch einfacher haben können, indem sie ihm einfach ein Alibi für die Zeit gibt. Dass sie ihn erpressen würde, wäre ja jedem Dorftrottel klar.
Zur Synchronisation möchte ich auf meinen Beitrag bei Luzifers Schüler hinweisen. Gottfried Kramer auf Creighton ist sehr gut.
6/9
@Columbologe: hier würde mich deine Bewertung interessieren
"Murder in Malibu", wie die Folge im Englischen recht ideenlos heißt, ist doch ziemlich schwach. Frauenheld Andrew Stevens, der nicht nur wegen Andreas v.d. Meden an David Hasselhoff erinnert, ist blass und einfach nur uncharismatisch. Man wünscht ihm, dass er von Columbo überführt wird, während man anderen Mördern den Sieg gönnen würde (Cassini, Rumfordt etc.).
Irgendeiner hat hier in den Kommentaren geschrieben "typischer Columbo", das finde ich überhaupt nicht. Denn das Typische wurde in der Folge auch wieder aufgerissen, man sieht den eigentlichen Mord nicht.
Übrigens der sogenannte Mordbeweis ist wieder mal ziemlich lächerlich. Irgendwann mache ich mal eine Zusammenstellung von allen Fällen wie stichhaltig der Mörder überführt wurde.