@Areion Wenn dem so wäre, dann hätte Roger ein ungeschriebenes Gesetz in "Columbo" gebrochen: Kein Mörder der Serie ist so charakterlos, dass er eines seiner Elternteile ermordet.
Mich stört etwas anderes an der Episode: Dem getöteten Chauffeur wird gar keine Aufmerksamkeit gewidmet. Falls es Mord war, hätte doch der Fahrer des Wagens ebenso gut das geplante Opfer sein können, aber für Columbo ist es aus unverständlichen Gründen selbstverständlich, dass es dem Killer nur um den sozial Höherstehenden der zwei Toten gegangen sein kann.
Interessant ist auch, dass erwähnt wird, Rogers Eltern seien bei einer Explosion im Chemiewerk ums Leben gekommen, als er noch ein Kind war; sollte das etwa eine Andeutung darauf sein, dass er damals auch schon nachgeholfen hat?
Filmfehler:
Laufzeit:01:09:57
Columbo besucht einen Gast des großen Santini in seinem ärmlichen Appartement.
Kamera hinter dem Bett.Columbo wird von unterhalb gefilmt.
Nun beobachtet mal die Zimmerdecke.
Es gibt keine.
Warum sollte ein Profikiller so dumm sein, sein Opfer zu erschießen, während es telefoniert, also vor einem Ohrenzeugen? Im Nu wäre die Polizei zur Stelle und der Killer hätte keine Zeit, das Büro zu durchwühlen und die Leiche (auch noch unbemerkt) aus dem Bürogebäude zu schaffen. Dass ein Partner des erfolgreichsten Krimiautorenteams glaubt, die Polizei fiele auf so eine dämliche Inszenierung herein, ist schon schlimm, aber dass Columbo diesen Plan auch noch als brillant bezeichnet, ist vermessen. Außerdem könnte Columbo die Vortäuschung leicht entlarven: Wie er es sonst auch immer tut, hätte er die Telefongesellschaft befragen können: War ein Anruf aus Jims Büro zur Zeit des Schusses? Nein. Damit wäre Kens Alibi schon im Eimer. Ein sehr manipulatives Script. Die meisten Zuschauer fallen drauf rein und rechnen die Episode zu den stärksten überhaupt.