@ juerv1 Das Mordmotiv war die Versicherungssumme. Es wird ganz beiläufig in einem Gespräch mit Columbo erwähnt. Dann erst hat der gelangweilte Zuschauer eine Chance, das unsinnige Handeln des Mörders halbwegs nachzuvollziehen. Diese uninspirierte Folge markiert wahrlich den Tiefpunkt der gesamten Serie und mutet tatsächlich eher wie eine Seifenoper an als wie ein Krimi.
Eine sehr schwache Folge. Erstens habe ich nicht so recht begriffen, warum die Schriftstellerin nun eigentlich umgebracht wurde. Zweitens ist Andrew Stevens als langweiliger Schönling kein angemessener Gegenspieler für Peter Falk - das ist eben nicht die schauspielerische Klasse von Nimoy, Milland, Pleasance, Cassavetes, Culp, sondern darstellerisches Daily Soap Niveau. Außerdem ging mir das Overacting der matronenhaften Schwester total auf die Nerven.
Die ganzen Abläufe wirkten auf mich nicht nachvollziehbar. Konnte der Schönling wirklich erwarten, mit seinem knallroten Jaguar unerkannt zum Tatort bzw. wieder von dort wegzukommen?
Diese Folge ist bei mir heute aus den Top 10 gefallen. Mich stört Galeskos dummer taktischer Fehler am Ende: Warum hat er anstatt nach der Kamera zu greifen nicht gesagt "Sie haben mir doch vorgestern noch ein zweites Foto gezeigt, dass Sie im Kamin gefunden haben! Holen Sie das und vergleichen Sie es mit dem Foto hier und Sie werden selber sehen, dass Sie einen Fehler gemacht haben!"
Einen Filmfehler habe ich noch entdeckt:
Zu Beginn der Party spielt das Trio eine Bearbeitung des dritten Satzes von Mendelssohns D-Moll-Violinkonzert - später, nachdem der Liebhaber eingetroffen ist, wird der erste Satz gespielt.
Und eine schöne Anspielung von Barkeeper Barney zu Columbo:
„Wie Robert Redford siehst Du nicht gerade aus“.
Genau dieser Robert Redford brillierte mit Faye Dunaway Jahre zuvor im Politthriller „Die drei Tage des Condor“.
@Bernd Erpressung ist auch eine Straftat. Victor Norris war bereit, seine Liebelei mit Tanya Baker seiner Ehefrau gegenüber zu gestehen und Dr. Kepple ans Messer der Staatsanwaltschaft zu liefern. Um das zu vermeiden, hat Kepple ihn aus dem Weg geräumt, damit er weiter Tanya Baker einsetzen kann, um andere Kunden zu verführen, die er dann später erpressen kann.
Mal ne blöde Frage. :)
Was ist das Motiv für diesen Mord?
Am Anfang ist was von "Negativen" die Rede. Für mich scheint es so, hal würde der Dr. Kaple den Mr Norris erxpressen, somit sollte der Mr Norris ein Motiv für einen Mord haben :/
:D
Ich habe diese Episode seit Jahrzehnten nicht mehr gesehen und habe das nun nachgeholt. Nichts versäumt! Diese Episode ist leider eine sehr schwache. Die ganze Story wirkt wie an den Haaren herbeigezogen. Dann zieht sich die Handlung langsam und zähe dahin. Das übliche Hin und Her zwischen Columbo und dem vermeindlichem Täter bleibt aus. Dieser versucht nicht einmal ein Vertuschungsmanöver, da er sich aufgrund seines selbst verschafften Alibis sicher fühlt. Die hysterische Schwester dient als Figur zur Ablenkung und knickt bei Columbos Fragen stets sofort ein. Die Handlung wirkt konstruiert uns zieht sich wie ein zähflüssiger Brei dahin. Lediglich die Überführung des Täters ist originell, da man so schnell nicht darauf kommt, dass man jemanden zwei Mal erschießt. Die Überführung (Beweisführung) selbst wirkt aber nicht sehr überzeugend. Ein Höschen wird verkehrt herum angezogen, das kann nur einem Mann passieren etc. - schwach, sehr schwach! Leider, da bin ich von Columbo anderes gewöhnt.
Fazit: Eine sehr schwache Folge, mit schwacher, langweiliger Handlung, einem Mörder, der als Gegenspieler von Columbo ein Fliegengewicht darstellt und langweilige Gespräche, kein Humor. Die Auflösung ist zwar originell, aber überzeugen kann sie nicht. Reine Fankost, wenn überhaupt. Man versäumt nichts, wenn man diese Episode nicht gesehen hat.