Jack Cassidy ist wirklich einzigartig. Ein großer Gewinn für Columbo. Insgesamt ist die Folge inhaltlich aber nicht ganz so gut. Schade, dass er noch einmal fast die gleiche Rolle hat wie seinerzeit in Tödliche Trennung. Ich freue mich schon auf die Magier-Folge.
7/9
Phänomenale Folge mit einem überragenden Donald Pleasence. Die Synchro tut ihr übriges dafür, dass sein Charakter einzigartig bleibt. Ich hätte gut Lust, die Folge nochmal zu gucken.
9/9
Ein grandioser Höhepunkt der Serie. Immer wenn Columbo seine Gegner mit deren eigenen Waffen schlägt, gerate ich in Euphorie. Es ist unglaublich, dass Stephen Cannell das Script ohne Auftrag, nur aus Langeweile während eines Autorenstreiks geschrieben hat. Eine der genialsten Storys der Serie hat der einfach nebenbei aus dem Ärmel geschüttelt! Perfekte Katz-und-Maus-Dialoge. Robert Culp ist mir der beste Typ Gegenspieler, den es in "Columbo" gibt:. Charakterstark, gefährlich, edel, elitär, gerissen. Und die berühmte Stimme von Lothar Blumhagen passt zu ihm noch besser als die von Reinhard Glemnitz. Neben dem handsignierten Autogramm von Peter Falk hängt an meiner Wand noch ein zweites von Robert Culp. Schade, dass Culp im Columbo-Revival ab 1989 nicht so wie Patrick McGoohan, George Hamilton oder William Shatner ein weiteres Mal morden durfte und nur für eine Nebenrolle genommen wurde.
@rekath16 Einspruch! ;) Man kann nicht sagen, dass der Mörder Fehler macht oder sich dumm verhält. Ich sehe in seinem Plan keinen einzigen Fehler; es ist eigentlich nur Columbos Absonderlichkeit, die ihm zum Verhängnis wird: Dale Kingston ist weder Schuld daran, dass Columbo nachts bei ihm in der Wohnung sitzt und pennt, noch ist er Schuld daran, dass Columbo seine Pflichten als gewissenhafter Ermittler vernachlässigt ("Ach Mr Kingston, das wäre doch verlorene Zeit!") xD
Nachdem Dale mit der weggeschmissenen Mordwaffe und dem Packpapier den Verdacht auf die Witwe gelenkt hat, macht Columbo ihm einfach nur einen Strich durch die Rechnung, als er wider Erwarten sagt "Da bin ich genau Ihrer Ansicht, Ihre Tante muss unschuldig sein." Dale musste erwarten, dass jeder normale Detektiv die Indizien ernst nehmen und routinemäßig die Witwe als Mörderin in Betracht ziehen würde, und auf die Hausdurchsuchung hätte er niemals so nachdrücklich zu bestehen brauchen. Bloß weil sich Columbo, clever wie er ist, den Köder zu schlucken weigert, muss Dale befürchten, seine zwei Morde waren jetzt völlig umsonst, nur weil Columbo seine Arbeit nicht ordentlich macht.
Und die Schlusspointe ist für mich der beste Clou der gesamten Serie: Dale sieht sich schon ausgetrickst und überführt - dann kommt ihm die rettende Idee, wie er sich doch noch den Hals aus der Schlinge ziehen kann - er denkt schon, jetzt ist er in Sicherheit - und dann macht ihm Columbo diesen letzten Sieg auch noch kaputt. Ganz bedröppelt steht der Mörder dann da und weiß nichts mehr zu sagen. Fantastisch!
Kurz gesagt: "Mord in Pastell" ist mein Lieblingsfall.
Außerordentlich herausragende Episode mit einem hervorragend spielenden Patrick McGoohan, der nicht ohne Grund dafür seinen Emmy gewonnen hat.
Im Dialog zwischen Columbo und Rumfordt spürt man gegenseitigen Respekt, was man auch in der Endsequenz nochmal gut sehen kann.
Wie so häufig ist die Lösung des Falls nicht mehr als eine Sammlung von Indizien. Rumfordt hätte den Mord nicht zugeben müssen.
9/9