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Was für mich das Finale der \"Aufklärung\" besonders auszeichnet, ist der Umstand, dass die Ehefrau des Mörders, die ihren Mann schon länger verdächtigt, ein Verhältnis zu haben, beim Showdown dabei ist. Noch zuvor auf dem Tennisplatz ist sie empört ob Columbos Verdächtigungen – jetzt ist sie ausgesprochen still und passiv, scheint zu ahnen, dass das \"Spiel\" ihres untreuen Mannes zu Ende ist. Der letzte Satz den sie zu Ihrem Mann spricht – und dabei beginnt sie zu weinen – \"Ich hätte immer zu Dir gestanden — aber nicht bei Mord!\" Columbo scheint ehrlich beeindruck, welche Haltung bzw. Grösse sie damit bewiesen hatte, denn als der Mörder von der Polizei abgeführt wird, wendet er sich an die betrogene Ehefrau mit der Bemerkung: \"Es tut mir leid, Madam!\" was sie fatalistisch kommentiert: \"Ist schon gut, Inspektor.\"
Soviel ich weiss, kommt es ganz selten vor, dass sich Columbo überhaupt jemals bei einem Familienangehörigen diesbezüglich entschuldigt, einen Mörder überführt zu haben (es könnte sich sogar um einen Einzelfall in der ganzen Filmserie handeln) und einer Ehefrau dadurch Kummer zu bereiten — auch wenn es juristisch korrekt ist, ein Familienmitglied durch eine verweigerte Aussage nicht belasten zu müssen. Schweigen ist eben ein Argument, das nicht zu widerlegen ist! |