Diese Folge ist mir zu langatmig, obwohl ihr vor allem die Spannung zwischen beiden Frauen eine ordentliche Würze verleiht. Man sieht hier außerdem, dass die Figur "Columbo" noch nicht ausgereift ist, aber auf dem richtigen Weg. Der Innenarchitekt des Hauses von "Leslie" gehört aber auch verhaftet ;-)
Diese Folge weicht vom bewährten Muster der Columbo-Reihe ab und das in einer durchaus sehenswerten, kurzweiligen Art und Weise. Gute Story, interessante Wendungen, gute Auflösung. Was ich aber überhaupt nicht mag, ist das aufgesetzte Schauspiel von Tyne Daly.
Auch wenn Graham McVeigh selten dämlich ist, wäre er wohl ohne Columbos Schachspiel mit der Mafia davongekommen. Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie geschockt ich war, als ich die Episode das erste Mal sah und Columbo McVeigh im Stich ließ. Gutes Drehbuch.
McVeighs durchtriebener Plan würde besser ankommen, wenn er nicht als so dermaßend unfähig rüberkäme. Man hat ja sogar fast Mitleid mit ihm.
Rod Steigers Verheizung als Nebencharakter ist schade.
Insgesamt eine gute, sehr unterhaltsame Folge, wo mir trotzdem die gewissen Extras fehlen.
7/9
Durch den großartigen Columbologen kam ich in den Genuss, diese Episode in der Schwarzkopffassung zu gucken. Schwarzkopf ist super. Durch die Schnitte wirkt die Folge nicht so langgezogen, trotzdem ändert sich meine Meinung zumindest bei Etüde in Schwarz höchstens um 0,5 Punkte.
6,5/9
Das ist eine meiner absoluten Lieblingsfolgen!
William Shatner ist großartig und zu meiner großen Erleichterung von GG Hoffmann synchronisiert. Selten hat Columbo einen Mörder so dermaßen genervt. Wenn Fielding Chase nicht so arrogant und selbstsüchtig wäre, wäre die Geschichte vielleicht sogar aufgegangen.
Ein bisschen tut er mir sogar leid, weil ich ihm wirklich abnehme, wie sehr er seine Tochter liebt, nur leider scheint er mit dem Umgang völlig überfordert.
Die Schrotflintenszene am Ende ist dann nochmal der ultimative Knaller, um die Folge abzuschließen.
Shatners ersten Auftritt fand ich nicht so toll, aber Todesschüsse auf dem Anrufbeantworter fand ich schon als Kind klasse.
9/9
Eine großartige Folge ist das. Es macht Spaß zu verfolgen, wie der kleine Inspektor den großen Staranwalt verarscht. In diesem Sinne besonders köstlich ist die Schlussszene, in der Colombo dem Mörder seine Rechte vom Blättle vorliest. Volle Punktzahl!
@Hochspannung Das erste Verdachtsmoment, der erste Anlass für Columbo, unseren Mörder zu verdächtigen, das ist oftmals Interpretationssache für den Zuschauer, weil Columbo nur selten (wie hier) zur Sprache bringt, ab wann genau er den Täter zu jagen begann. Wir erleben meistens nur die Jagd an sich, aber nicht den Augenblick, wo sie losgeht. Meistens ist das schon recht früh, z.B. in "Zwei Leben an einem Faden" ist es bereits vor dem ersten Wortwechsel mit Dr. Mayfield, als dieser bei der Nachricht vom Mord an seiner Kollegin den Überraschten, Geschockten am Telefon mimt und dabei in Wirklichkeit seelenruhig eine belanglose Nebentätigkeit ausführen kann, was Columbo sofort registriert, als er gerade zur Tür hereinkommt. Wir können gerne darüber diskutieren, in welcher Folge Columbo wo und wann und warum auf die richtige Spur kommt.
@Columbologe-respektive ,der Düppel: Heute möchte ich mich mal an dich wenden.
Mir gefällt diese Folge sehr gut , nicht weil sie zwar etwas leicht zu lösen ist (mehrere Ansetze gibt es ja schon von anderen Schreibern hier)sondern weil diese Folge viel Witz, Spannung und trotzdem auf geistigen hohen Niveau ist ohne den Faden zu verlieren.
Für mich macht auch der Reiz dem Mörder(oder Mörderin) zu überführen aus ,wenn sie dann schon sich geschlagen gebend ,dastehend fassungslos, dahinschauend und mit noch letzten Worten ringend den Rest geben.
In dieser Folge war ja die Frage "Wann kamen sie auf mich? "Columbo" Als sie den Matsch vom Fußboden in Major Keegans Quartier wegwischen wollten".
Das fehlt eigentlich in vielen Folgen wann Columbo auf den Täter (oder Täterin )aufmerksam wurde.
In vielen Folgen fehlt eigentlich der Ansatz warum Columbo so beharrlich auf den Täter (Täterin) nachjagt-das ist hier und in zb. _Mord a la carte- gegeben.