Dass ein so abgebrühter Mörder ein angebissenes Stück Käse am Tatort liegenlässt, finde ich unglaubwürdig, weil wo ein Zahnabdruck ist, auch Fingerabdrücke sein dürften. Ansonsten kann ich alles unterschreiben, was weiter unten "Tilli" kommentiert hat, mit Ausnahme der hohen Gesamtbewertung.
Diese Folge wird erst dadurch interessant, dass der Mörder mit der Zeugin anbandelt. Das macht ihn erst recht verdächtig. Ein gewagtes Spiel des Mörders, aber er ist ja ein unerschrockener Colonel und die Dame verlassen und liebeshungrig, deshalb ist es nicht unglaubwürdig, dass sie auf ihn hereinfällt, obwohl er altersmäßig ihr Vater sein könnte. Die Folge sehe ich gern. Was davon nachhaltig hängenbleibt, ist der Spruch, dass Columbo aussieht wie ein ungemachtes Bett. Wie treffend ;-)
Die Auflösung mit Hilfe der Zettel mit Ideen für Kriminalromane finde ich nicht gerade überzeugend, aber die Folge ist trotzdem eine der sehenswertesten, meiner Meinung nach. Keine unnötig in die Länge gezogenen Szenen, sondern flotte Dialoge und gute Charaktere. Unschlagbar: Jack Cassidy als Mörder. Schade, dass er so früh aus dem Leben gerissen wurde...
Das Lügengebäude der alten Dame ist so wackelig, dass sogar ich sie seit ihrem Erscheinen am Tatort verdächtigt hätte. Aber es macht großen Spaß, den Meisterdetektiv bei der Arbeit zu begleiten. Das Sehenswerteste an dieser Folge ist einmal mehr die schauspielerische Leistung von Peter Falk. Amüsant, verblüffend, genial.
Hab mir die Folge im Detail angesehen. Meiner Ansicht nach macht die Idee des Mörders, ein zweites Mal auf sein Opfer zu schießen, überhaupt keinen Sinn. Er hätte doch warten können, bis die Kabelfernsehleute weg sind, und dann einfach verschwinden sollen. Die Geschichte, dass er zurückgefahren ist, um Teresa zu überraschen, hätte er ja trotzdem bringen können. Durch den zweiten Schuss hat er den Verdacht nur unnötig auf sich gelenkt. Leider ist der gesamte zeitliche Ablauf der Tat in der Folge nicht gut dargestellt und daher nur schwer nachvollziehbar.
Kurzweilige Folge. Um so ärgerlicher der schwache Schluß mit einigen Logikfehlern. Die Schürsenkel des Opfers sind auf dem Foto gebunden als wenn es ein Linkshänder getan hätte. Das Opfer ist allerdings Rechtshänder. Der Beweis dafür ist äußerst schräg. Im Spint wurden die Straßenschuhe aufgefunden. Gebunden von einem Rechtshänder. Ja, gebunden! Ein merkwürdiger Mensch der sich die Schuhe entreißt ohne die Schnürsenkel zu öffnen. Naja. Auch so ist die ganze Nummer mit den Schuhen kein Beweis um den Mörder zu überführen. Ansonsten ist die Folge aber recht unterhaltsam und flott inszeniert.
Korrektur: Als Columbo mit dem Jungen im Lokal spricht, ist ganz klar die Rede von einem Kompass. Also entweder ist dieser manipuliert oder man merkt sich zwölf Bilder, wobei ich eher an letzteres denke. *Nur nochmal der Vollständigkeit halber* :)