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Was für eine Talentverschwendung - gleich drei ausgewachsene Gaststars und dann so ein mittelmässiger Film! Martin Sheen absolut glänzend, aber nach wenigen Minuten tot. Vincent Price in unwichtiger Nebenrolle, DEN hätte ich gerne mal als Mörder bei Columbo gesehen! In dieser Story wäre er auch bestens als der dauerbetrunkene Chemiker aufgehoben gewesen. Aber seinen Part hier hätte man sich auch sparen können, wie gesagt, Verschwendung. Die Mörderin finde ich auch bestenfalls so la la (wenn auch gut gespielt von Vera Miles). Einerseits bringt sie das Oper unbeherrscht im Affekt um, ist dann aber im Rest der Handlung immer total cool und souverän, etwa wenn sie erpresst wird und auch sonst immer mehr in die Zwickmühle gerät. Vielleicht liegt mir aber auch einfach das Metier von Kosmetikfirmen, Modelshootings und Schönheitsfarmen nicht so sehr, was immerhin für einige satirische Momente gut ist. Sehr unbefriedigend und konfus finde ich auch mal wieder die Indizienkette mit Juckreiz, achteckigen Gläsern und Wundercreme-Rezept. Die Glasstreifen eines Mikroskops nennt man übrigens Objektträger, und die können bei Nichtbenutzung genauso auch mal fehlen, wie auf einem Plattenteller auch nicht immer eine Schallplatte liegen muss. Alles in allem eine Columbo-Folge der verschenkten Möglichkeiten. |