(Fortsetzung des untenstehende Kommentars...)
Und freut sich auf die Unterhaltungen mit Columbo.
Ich sehe es aber anders als manch anderer hier: Meiner Meinung nach ist Fowlen nicht schizophren oder zu verwachsen mit seiner Rolle. Er hilft nur scheinbar, nimmt die Rolle allerdings bewusst ein, um letztlich nicht sich selbst zu verdächtigen, sondern um den Eindruck zu erwecken, er habe nichts zu verbergen, da er ja objektiv als Dritter auch gegen sich selbst ermittle. Dabei fällt immer wieder auf, dass Fowlen in seiner Rolle als "Lucern" keine Informationen über Fowlen preisgibt, die, wie Fowlen selbst vermutet, Columbu längst schon selbst weiß.
Ich bin ganz bei Tonio, was die Bewertung der Folge angeht: Höchstwertung.
Die Folge ist nicht nur amüsant zu schauen, sie ist auch eine der wohl schlüssigten Gesamtpakete überhaupt. Der anfängliche Mord zu Beginn ist auf den ersten Blick überaus intelligent und durchdacht, das Alibi geschickt eingefädelt. Die theoretische Entkräftigung durch Columbo gelingt spiegelbildlich genauso gut und Sehr zu begrüßen ist, dass ein echter Beweis geliefert werden konnte, was das Bild perfekt macht. Auch der Charakter Fowlens wirkt stimmig bis zum Schluss. Er muss sich am Ende Columbo geschlagen gerne und tut dies ohne Gegenwehr oder Missmut. Er zeigt sich als guter Verlierer, der bei dem Mann um Anerkennung sucht, der ihn überführt hat.
Eine super Folge, die die columbo-Klassiker-Charakterzüge (huschen durch den laufenden Film-Dreh, schmeichelndes Blödstellen, Nachfrage über Nachfrage,...) Enthält und trotzdem insofern untypisch und herausstechend, als Der Mörder nicht eine einzige Sekunde von Columbus unaufhörlichen Besuchen und Fragen irgendwann genervt ist. Im Gegenteil: nachdem man sich in der ersten Begegnung noch wundert, weshalb sich Fowler ohne Grund um Kopf und Kragen redet, "hilft" er Columbo im weiteren Verlauf bei den Ermittlungen in seiner Rolle als "Inspektor Lucerne" und freut sich auf die Dialoge m Ich sehe es aber anders
Eine der besten Columbo-folgen meiner Meinung nach. Ich hab hier eigentlich nur einen kleinen Fehler gefunden. Jetzt mal abgesehen von meinen vorangegangenen Schreibern über die Rätseln was der Mörder Columbo stellte. Ich frage mich wie schaffte es der Mörder das er seinen Freund erschießt ohne das man ihm hörte das er hinfällt? Später als das Buch herunterfällt ist es deutlich zu hören. Da fragt man sich wie schwer war das Opfer und wie schwer das Buch ? Das Opfer ist zwar nicht groß aber doch untersetzt schwergewichtig mit ca. 90 Kilo schätzungsweise. Das Buch müsste an die 50 Kilo wiegen damit es zumindest annähernd glaubwürdig das hinfallen des Opfer simulieren könnte. Ansonsten eine sehr schöne kurzweilige Folge.
@der Düppel. Das ist zwar ein Standpunkt der möglich wäre den Sie da genannt haben. Aber: Genau weil ja das Brautpaar dauernd im Blickfeld anderer ist und zumindest jeder der beiden zumindest von einem oder mehreren Hochzeitsgästen umschwirrt wird ist es für mich eher unwahrscheinlich da eine Entführung durchzuführen ohne das es wer sieht. Ich wette man hat als Hochzeiter nichtmal seine Ruhe am Klo um seinen Geschäft nachgehen zu können. Dann kommt ja noch hinzu das ja der Entführer ja einige zeit unter den Gästen gewesen ist. Keiner kennt ihn und er redet mit niemanden. Ist zwar ein Ruhiger Typ wird sich mancher denken , aber ok. Nächster fakt ist ja noch das ja der Krankenwagen schon eine zeit lang in der Einfahrt stand und das fiel niemanden auf??? Ist keiner vom Personal mal eine rauchen gegangen ? Auch hier ein zu hohes Risiko für den Entführer. Zu viele Filmfehler einerseits ,auch wenn man dem Täter nicht gerade hohe Intelligenz zuschreiben möchte bleibt dieser Fall schon abgehackt, bevor der Film begonnen hat.
Es ist eine von den besseren Folgen von Columbo, doch einen kleinen Einwand habe ich doch noch. Woher wissen die Beiden Burschen wo ihr Lehrer (Professor Rusk),seine Geliebte zuhause sind und wo denen ihr Lieblingslokal ist? Sie mutmaßten ja schon bei der Verfolgung des Professors das sie entweder in deren Lokal fuhren wo sie sich immer trafen oder es zu der Geliebten nachhause ging. Woher wussten sie das? Ich glaube kaum das die Lehrkraft ihre privaten Gewohnheiten den Schülern so offenherzig mitteilt. Selbst wenn man jetzt an den Vater von Justin denkt das er das "vielleicht" gewusst hätte, bleibt doch immer noch die Frage offen warum er es dem Sohn erzählen hätte sollen. Der Vater ist zwar sehr in dieser High School involviert und kennt den Direktor und ist zwar vermutlich auch einmal Rusk begegnet. Bedeutet aber noch lange nicht das gleich ein jeder seinen Wohnort Preis gibt .Das wäre eigentlich von meiner Seite her zu bemängeln. Ansonsten eine sehenswerte gute Folge.
Leider ist das auch für mich eine schwache Columbo-Folge. Zuerst der Mörder der ja vermutlich als Reserve für Hasselhoff eingesetzt wurde. Obwohl auch der echte mir zu schmierig gewesen wäre. Der Mord wurde leider nicht gezeigt , man sah nur teilweise seine Aktionen . Obwohl man eigentlich bei den Columbo filmen den Hergang mitverfolgen möchte um selber mit raten zu können was der Fehler gewesen wäre. Bzw. wie man dem Mord selbst aufklären könnte. das hätte zumindest die Folge erheblich aufgewertet. Zweitens fehlte wie schon von einigen Schreibern bemerkt das übliche intellektuelle Katz und Mausspiel. Weiters wundert mich der angergierte Privatdetektiv von der Schwester das er nicht als echter Augenzeuge fungieren konnte wenn er doch das Haus bald rund um die Uhr beobachtet hat. Dann noch das Foto mit dem zuerst nur als weißen Fleck drauf. Da man normalerweise Columbo allen Ungereimtheiten nachgeht, sollte er doch dem Fleck am Foto das er ja schon am betreten des Tatortes in die Hände bekommt.
Das Foto vergrößern lassen dauert normal gerade eine Stunde und der Mord wäre schnell geklärt. Obwohl das Foto für mich ein etwas schwacher Beweis ist. Man hätte mehr aus der Story machen können . Zuerst einen nervenstarken Mörder einsetzen und wo der Tathergang wenn möglich Detailgetreu gezeigt wird. Man hätte schon dabei den stichhaltigen Fehler einbauen können, der dann am Schluss als echtes Corpus Delicti gelten hätte können. Die Idee das man auf eine Person zweimal in zeitabstand von ca einer halben stunde schießt war zwar nicht schlecht , aber lausig umgesetzt von Drehbuchschreiber.
@Hochspannung Ich denke mal, Rudy (der ja ein Psychopath ist und deswegen nicht unbedingt so intelligent handeln muss wie ein gewöhnlicher Columbo-Gegner) wird sich gedacht haben: Nach dem Prinzip "Hiding in plain sight" ist ein Mann dort am besten getarnt, wo alle ihn sehen können: im Trubel einer Hochzeitsgesellschaft inmitten einer großen Menschenmenge. Wo niemand auf ihn und alle auf das Brautpaar achten, bleibt er eher unbemerkt als er es als Eindringling in eine leere Villa würde.
Nicht nur das ich diese folge als die Schwächste aller Columbos finde, möchte ich mal schreiben warum das so ist. Wie schon von den vorangegangenen Schreiber/innen hier fehlt das Katz-und Mausspiel von Columbo und Mörder/in. Was ja meiner Meinung den Großteil der Folgen ausmacht. Ohne jetzt weiter auf diese schwache Folge einschlagen zu wollen kommt jetzt eigentlich die größte Schwäche das Filmes heraus- was man aber auch im Grunde nicht im Bild sieht. Die Frage: Warum entführt der Täter gerade auf der Hochzeit die Braut? Noch dazu wo so viele Leute in der nähe waren. Selbst wenn er mit dem Rettungswagen gekommen und als Sani verkleidet- gerade das würde doch auffallen. Ich wette irgendein Hochzeitsgast oder gar Hotelbedienstete zumindest würde sich über einen Rettungswagen wundern oder falls er auf einen Rettungsbediensteten trifft ihn fragen was da los sei. Das würde sicher schnell die Runde machen .Und das noch bei der Menge an Hochzeitsgästen und Angestellten was dort herumschwirren. Zumindest das ist schon sehr seltsam das dies niemand bemerkte . Außer gerade eher am Schluss des Filmes die Putzkraft. Warum hat er sie nicht bei ihr zuhause entführt wo mit Sicherheit kaum soviel Gesellschaft zu erwarten wäre? Das ist schon ein großer Schwachpunkt des noch schwächeren Filmes.